Katerina Kuznetcowa

Alexander Edischerow  
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Wolkenkratzer

Raum 1-4
Rouge 2009
Raum 1-4

[...] Die zweite Werkgruppe von Katarina Kuznetcowa, die hier zu sehen ist, sind diese kleineren Glaskästen oder 3-D Bilder. Auch die sind sehr interessant, weil Kuznetcowa mit industriell hergestellten Papierobjekten etwas macht. Diese Papierarbeiten, das sind
eigentlich Gegenstände die paradox sind. Sie wurden hergestellt, um zum Beispiel Yoghurtbecher zu halten für den Supermarkt, palettenartig. Wenn die Yoghurtbecher verkauft sind, werden diese Paletten weggeworfen und eigentlich spielen diese Dinge überhaupt keine Rolle. Was dabei sehr widersprüchlich ist, ist die Tatsache, das diese Papiere sehr aufwändig industriell hergestellt werden. Es gibt Firmen die Maschinen konstruieren, um diese Papierdinge herzustellen, die uns eigentlich nur in Form von Müll begegnen. Diese Objekte macht Katerina Kuznetcova für ästhetische Betrachtungen verfügbar. Das ist sehr interessant und man kann daran sehen, daß man mit Kunst, die man in eine andere Sphäre bringt, auch über verschiedene moralische und politische Aspekte auf sehr direkte Weise nachdenken kann.

Kay Heymer, Leiter Moderne Kunst, Museum Kunst Palast, aus der Eröffnungsrede der Ausstellung “Cris Reinecke, Katerina Kuznetcowa. In Raum und System.” in der Galerie Viktor Grray, Kurator der Ausstellung Carsten Reinhold Schulz.

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